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kleeblattsbuecherblog

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Wie Sterne so golden

Wie Sterne so golden (Luna-Chroniken, #3) - Marissa Meyer, Astrid Becker

Cress ist seit Jahren in einem Satelliten eingesperrt und muss für die Königin von Luna mit ihre Begabung, sich in Computer einzuhacken, diverse Spionagetätigkeiten und Intrigen vornehmen. Doch Cress weiß, dass die Pläne der Königin zu Tod und Krieg führen und versucht, dem entgegenzuwirken. Sie nimmt Kontakt mit Cinder und ihren Freunden auf. Diese beschließen, Cress aus ihrem Satelliten zu befreien. Cress kommt ihrem Wunsch nach Freiheit einen Schritt näher. Doch ist alles so, wie sie es sich in ihrer Fantasie ausgemalt hat?

Der dritte Teil der Luna-Chroniken ist eine rasante Achterbahnfahrt durch sämtliche Gefühlsregungen, die man sich vorstellen kann. Freut man sich zu Anfang über eine neu eingeführte, sehr sympathische Figur namens Cress, kommt man bald zu Regungen wie Trauer und Hass. Aber nicht auf Cress, sondern auf die fiese Königin Levana, die mit allen Mitteln versucht, ihre Machtposition auszubauen und mit intrigen Mitteln zu Grausamkeiten greift, die nicht vorstellbar sind.

Ich habe mich sehr auf den dritten Teil gefreut und bin nicht enttäuscht worden. Die Reihe hat großartig begonnen und auch im dritten Teil sehe ich keinerlei Nachlassen. Im Gegenteil, ich finde, die Autorin hat sich von Buch zu Buch gesteigert und so freue ich mich umso mehr auf den vierten Teil der Tetralogie „Wie Schnee so weiß“, der leider erst im Herbst 2015 erscheinen wird. Im Frühjahr erscheint eine weitere Kurzgeschichte, in welcher es um Königin Levana geht. Der vierte Band der Reihe dreht sich dann überwiegend um Prinzessin Winter und soll eine Adaption an das Märchen Schneewittchen sein.

Hauptsächlich geht es im dritten Band um Cress, die sich nach Jahren der Einsamkeit im Weltall nun auf das Leben auf der Erde einstellen muss. Ihre Geschichte erinnert an das Märchen Rapunzel.

Der Bezug, der zu Märchen genommen wird, ist eindeutig, aber doch wieder neuwertig und es macht einfach Spaß, sich einfach in der Geschichte fallenzulassen und mitzuerleben, wie es Cinder, Cress und ihren Freunden ergeht und welche Ideen sie entwickeln, um endlich eine friedliche Erde zu erhalten.

Die Geschichte wird aus mal aus Cinders, mal aus Cress', mal aus Kais und mal aus Scarletts Sicht erzählt. So setzen sich Puzzleteile zusammen und ergeben letztendlich ein sehr stimmiges Bild und man kann sich so auch sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen.

Die Geschichte ist eine fantastische Erzählung, die von Anfang an spannend ist und einem nicht loslässt. Die Autorin hat mit dieser Idee eine Welt geschaffen, in der es nicht um Friede, Freude, Eierkuchen geht, sondern um das Überleben der Menschen auf dem Planeten Erde.

Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz. Zu jedem Topf gibt es ein Deckelchen, doch irgendwie schaffen alle es nicht richtig, sich gehen zu lassen, obwohl jeder seine Gefühle offenlegt. Dieses „Um-den-heißen-Brei-schleichen“ macht mich normalerweise wahnsinnig, aber hier passt es sehr gut zu den einzelnen Protagonisten.

Ich liebe Marissa Meyers Schreibstil und werde ihr Wirken garantiert weiterverfolgen und hoffe, dass das Gerücht stimmt, diese Reihe doch nicht als Tetralogie enden zu lassen.

Fazit:
Der bisher beste Band der Reihe.