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kleeblattsbuecherblog

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15 Mann auf Totenmanns Kiste... und ne Buddel voll Rum

Piratenland - Fünf gegen Bierbart - Nicholas Vega

Johns 12. Geburtstag ist etwas Besonderes, denn an diesem Geburtstag nimmt ihn sein Vater, der große Kapitän Bierbart ihn mit auf die Quietsch Vorwärts und er wird endlich zum Piraten. Doch kaum ist er auf dem Piratenschiff, merkt er schnell, dass alles gar nicht so abenteuerlich ist, wie er sich vorgestellt hat. Vor allem das Deckschrubben geht ihm auf den Keks. Doch dann kommt Fahrt auf, denn Meister Tod bittet Kapitän Bierbart um einen Gefallen. Und plötzlich hat John mehr Abenteuer und Gefahr, als ihm lieb ist.

Nicholas Vega hat mich mit Romanen wie „Der Junge, der Glück brachte“ schon mehrfach begeistern können und nun dachte ich, ich wage mich mal an sein Kinderbuch heran. Und wurde nicht enttäuscht.

Mit viel Humor, Kreativität und einer gehörigen Portion Sarkasmus erzählt Nicholas Vega das Piratenabenteuer und bedient sich dabei vieler bekannter Vorbilder. Sei es den bekanntesten Piraten aus Fluch der Karibik oder Klischees aus Piratenfilmen oder gar Spielen, wie z. B. Monkey Island.

Und ich muss sagen, ich war erstaunt, wie viele Parallelen ich ziehen konnte, was mir persönlich zeigt, dass ich eigentlich doch ein kleiner Fan von Piraten bin.

Die Geschichte ist durchweg schräg, macht Spaß und ist ein spannendes Abenteuer. Und ist mal ein ganz anderes Genre in dem sich der Autor bewegt. Normalerweise kennt man ihn aus durchdachten, bewegenden Büchern, die leise Untertöne anschlagen, aber hier tobt sich der Autor mal so richtig aus.

Viele Figuren sind so liebenswert gezeichnet, dass man ihr Bild direkt vor Augen hat. Das Kopfkino hat mächtig was zu tun.

Das Ende ist so gehalten, dass man vielleicht Hoffnung auf ein weiteres Piratenabenteuer mit John, seinem Vater Kapitän Biebart und der Crew der Quietsch Vorwärts genießen darf.

Fazit:
Ein Piratenabenteuer nicht nur für Kinder.