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kleeblattsbuecherblog

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Auf und weg!

Auf und weg! - Pebby Art

Als Emma eines Morgens aufsteht, ist ihr Vater abgehauen. Emma ist sehr betrübt und als sie bei einem Telefonat mitbekommt, dass ihre Mutter sie zur Oma geben will, beschließt sie, abzuhauen. Emma trifft die Vorbereitungen. Als sie ihr geliebtes Stoffpferd Floh einpacken will, bemerkt sie jedoch, dass dieses lebendig geworden ist. Floh unterstützt Emma und zusammen brechen sie auf zum Räuberwald, um sich dort zu verstecken. Doch dort angekommen, erwartet sie ihr größtes Abenteuer.

Die Autorin behandelt das Thema Scheidung in einer sehr spielerischen Art. Die kleine Emma meint, dass ihr Vater von zu Hause abgehauen ist und sie im Stich gelassen hat. Als sie bei einem Telefonat ihrer Mutter mitbekommt, dass sie zur Oma soll und dies falsch interpretiert, meint sie zudem, dass auch ihre Mutter sie loswerden will.
Der Beschluss abzuhauen kommt sehr plötzlich. Emma macht sich sofort auf, ohne darüber nachzudenken, was passieren kann.

Emmas Stoffpferd Floh spielt eine große Rolle in der Geschichte. Als Beschützer, Freund, Zuhörer und tapferer Held erweist es sich und hilft Emma, sich kurzzeitig von ihrem Kummer zu trennen und sich auf ein Abenteuer der besonderen Art einzulassen.

Welches, kann ich nicht verraten und sollte selbst gelesen werden.

In dem Buch sind einige kindgerechte Zeichnungen vorhanden, allerdings hätte ich mir von diesen etwas mehr gewünscht, so dass man noch spielerischer mit der Geschichte umgehen könnte.

Die Themen Scheidung und Weglaufen werden eigentlich nur beiläufig erwähnt, vielmehr geht es um das große Abenteuer im Räuberwald. Trotzdem liegt die ganze Zeit ein kleiner Schatten über Emma, der sich erst am Ende auflöst und ganz verfliegt.

Mit sehr kindgerechten und auch gefühlvollen Worten wird die Geschichte beschrieben und so denke ist, dass sie ein guter Weg ist, um Kindern mitzuteilen, wie es ist, wenn sich die Eltern trennen. Ein liebevolles Miteinander muss weiterhin gegeben sein. Streitereien sollten unterlassen bzw. nicht im Beisein des Kindes ausgetragen werden. Denn dann kommen dem Kind Gedanken, in denen es sich vielleicht sogar die Schuld daran gibt, dass die Eltern nun getrennte Wege gehen.

Fazit:
Eine kleine Hilfe, um es Scheidungskindern vielleicht etwas einfacher zu machen.