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kleeblattsbuecherblog

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verstörend, spannend und einzigartig

Blut von meinem Blut - Barry Lyga

Jazz arbeitet mit der Polizei zusammen, auch um sich selbst zu beweisen, dass er nicht zu dem psychopathischen Killer wird, der sein Vater Billy Dent ist. Als Jazz nach New York gerufen wird, um dort an einem Fall mitzuarbeiten, sieht er seine große Chance gekommen, sich zu beweisen und endgültig von seinem Vater abzukapseln. Doch je mehr Informationen er herausfindet, um so sicherer wird er sich, dass sein Vater Billy die Fäden zieht. Nur wie, muss Jazz noch herausfinden. Aber auch seine Freundin Connie wird durch eine mysteriöse SMS in den Fall hineingezogen. Und sie ermittelt auf eigene Faust. Und so wird aus den Jägern Gejagte, ohne Aussicht auf Erfolg...

Ich soll nicht töten hatte mich schon begeistert, vor allem, weil die doch recht ungewöhnliche Art der Geschichte seinen Reiz hatte.
Mit dem zweiten Teil wird die dichte Atmosphäre wieder aufgenommen und man dringt weiter in Jazz' Gedankenwelt ein. Seine Besessenheit wird deutlicher und seine Zweifel an sich selbst auch.

Auch Jazz Freundin Connie bekommt eine größere Rolle zugeteilt. Ihr Denken und ihr Handeln kommt Jazz zu Gute, doch reitet sie sich selbst auch immer weiter in die Fälle hinein. Sie versucht, wie Jazz zu handeln, tut sich damit aber selbst keinen Gefallen.

Sehr gut hat mir wieder Howie, Jazz bester Freund, gefallen. Seine sarkastische Art macht ihn liebenswert. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, sagt seine Meinung, auch wenn sie weh tut und ist so eigentlich die ehrlichste Haut von allen. Seine Flirtversuche bei Jazz Tante sind herrlich. Man nimmt ihm ab, dass er selbst glaubt, dass er eine Chance hätte.

Die Spannung zieht sich durch das Buch wie ein roter Faden und man überlegt mehrmals, wer denn der Mörder sein könnte. Die Auflösung ist überraschend und die Idee, die der Autor hatte, war – zumindest für mich – sehr ungewöhnlich und interessant. Das Spiel, dass der Mörder spielt, ist eigentlich jedem bekannt. Die Muster müssten einem von ein Anfang an klar sein und wenn man die Lösung erfährt kommt auch ein großer Aha-Effekt.

Teil 1 war schon sehr gut, doch mit dem zweiten Band hat der Autor was die Dichte und die Gedankengänge der Protagonisten angeht noch eins draufgesetzt.

Auch wenn ich Jazz manchmal am liebsten geohrfeigt und ihm gerne gesagt hätte, er soll endlich zur Vernunft kommen und versuchen, wie ein normaler 17jähriger Teenager zu leben, hat er doch seine Bestimmung gefunden.

Das Ende ist böse... ein Cliffhanger nach meinem Geschmack. Nur blöd, dass der dritte Teil nicht parat liegt bzw. noch in der Mache ist. So heißt es abwarten und hoffen, dass Teil 3 genauso gut ist wie seine beiden Vorgänger.

Fazit:
Spannung pur!