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kleeblattsbuecherblog

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Zombie-Invasion

Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt - Madeleine Roux

Allison Hewitt hat sich im Hinterzimmer einer Buchhandlung zusammen mit einigen Überlebenden eingesperrt. Denn draußen lauert das Grauen. Zombies überrennen die Städte und keiner ist mehr sicher. Allison hält über einen Blog Kontakt mit der Außenwelt. Durch eine sichere Internetverbindung, die unverständlicherweise noch besteht, teilt sie allen mit, was sie und ihre Freunde durchmachen. Sie holt sich Kraft aus Kommentaren und versucht, anderen Kraft zu geben. So kann man auf ungewöhnliche Weise ihren Weg ums nackte Überleben verfolgen.

Am Anfang erwartet einem ein Brief, der von einem Professor Michael Stockton an an einen Verlag geschrieben wird, damit diese eine ungewöhnliche Geschichte in ihr Programm mitaufnehmen. Danach folgen die einzelnen Blogbeiträge von Allison nebst den Kommentaren aus aller Welt. Man begleitet Allison quasi fast vom ersten Augenblick der Zombie-Invasion.

Auch wenn man nichts darüber erfährt, wie es denn zu der Invasion gekommen ist und was man dagegen tun könnte, um sie einzudämmen, ist es trotzdem spannend, Allisons Weg zu verfolgen. Mit einer ungewöhnliche Art von Humor versucht sie in ihren Beiträgen die Geschehnisse exakt wiederzugeben und lässt dabei natürlich viel von ihrer Gefühlswelt miteinfließen.
Gerade dieses exakte Beschreiben hat mich dazu gebracht, das Buch in Rekordzeit zu lesen und mich in Allisons Zombie-Welt hineinziehen zu lassen.

Der Schreibstil der Autorin hat dabei natürlich auch geholfen. Der Sarkasmus und teilweise schwarze Humor, die schlagfertigen Dialoge und das Konzentrieren auf das übrig gebliebene Menschliche hat mich schwer begeistert.

Man merkt der Autorin an, dass es ihr mehr um die Gefühle der einzelnen Menschen geht, als um das Gemetzel der Zombies bzw. das Töten derjenigen. Der Schwerpunkt lag dabei natürlich auf Allison und ihrem Versuchen, neben den Zombies ein normales Leben zu führen.

Teilweise erinnerte mich das Buch sehr an die Serie „The Walking Dead“, denn dort ist der Schwerpunkt auch eher auf das Menschliche und die Gefühlswelt angelegt, als auf die Ursache, nämlich die Zombies. Und so konnte ich mir vorstellen, dass es parallel auf einem anderen Teil des Kontinents eine kleine Gruppe gibt, die unter Führung von Rick Grimes ums Überleben kämpfen.

Man darf keine literarische Höchstleistung erwarten, das Buch ist einfach unterhaltend, hält den Spannungsbogen und gibt einen Einblick in zwischenmenschliche Beziehungen. Aber trotzdem hat es ein gewisses Etwas, dass einem am Lesen hält.

Im Internet habe ich gelesen, dass dies wahrscheinlich der Auftakt zu einer Trilogie ist. Mal sehen, wie es damit weitergeht.

Es macht einfach Spaß, dem Handlungsverlauf zu folgen und man kann sich in die Geschichte fallen lassen.

Fazit:
Ein Endzeitszenario, dessen Schwerpunkt darauf liegt, Mensch zu bleiben.