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kleeblattsbuecherblog

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Wie Monde so silbern

Wie Monde so silbern (Luna-Chroniken, #1) - Marissa Meyer

Cinder hatte es nicht einfach in ihrem bisherigen Leben. Sie hat zwar ein Talent, Dinge zu reparieren und sich damit in Neu-Peking auch einen Namen gemacht, doch muss sie sich auch mit einer Stiefmutter herumplagen, die ihr das Leben unnötig schwer macht. Cinder möchte ein neues Leben beginnen und sinnt schon darüber nach, wie ihr die Flucht aus ihrem tristen Leben gelingen könnte, als eines Tages Prinz Kai an ihrem Stand auftaucht und sie darum bittet, sein Androidin schnellstmöglich zu reparieren, da er diese dringend benötigt.
Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Dinge. Cinder erfährt so manches, dass ihr lieber verborgen geblieben wäre und als auch noch die Königin von Luna auf der Erde einen Staatsbesuch abhält, weiß Cinder, dass ihr Leben von nun an nicht mehr das Gleiche sein wird.

Warum habe ich nur so lange gewartet, mit dieser Reihe anzufangen? Ich habe den ersten Teil förmlich verschlungen, konnte ihn nicht aus der Hand legen und habe danach auch gleich nach dem zweiten gegriffen.

Ich war von Anfang an in den Schreibstil der Autorin verliebt. Sie hat eine unvergleichliche Art, einem sofort in den Bann zu ziehen, so dass man meint, selbst in der Geschichte mitzuspielen.
Das Kopfkino ist sofort angesprungen und hat farbenfrohe Bilder hervorgebracht.

Cinder war mir von Anfang an sympathisch. Dies lag natürlich auch an den vielen Parallelen zu dem Märchen „Cinderrella“ oder auch „Aschenputtel“.
Cinder wird von ihrer Stiefmutter und der Stiefschwester Pearl wie Abschaum behandelt. Nur ihre Stiefschwester Peony liebt Cinder wie ihre eigene Schwester.

Wer aber nun eine 1 : 1-Abhandlung eines modernen Cinderella-Märchens erwartet, liegt völlig falsch. Die Autorin hat es geschafft, der Geschichte neues Leben einzuhauchen und damit eine andere Sichtweise hervorzurufen. Trotzdem gibt es einiges, dass man wiedererkennt. Die Fantasy- und Sience-fiction-Elemente bilden einen tollen Kontrast zu den kleinen klassischen Auszügen.

Es hat einfach Spaß gemacht, Cinders Weg zu verfolgen und am Ende war ich ein wenig enttäuscht, dass das Buch keine weiteren Seiten hat, die mir erzählen können, wie es denn mit Cinder weitergeht. Aber die Enttäuschung wärte nur kurz, hatte ich den zweiten Band ja schon im Regal stehen.

Ich kann nur eine klare Leseempfehlung für den Auftakt der Luna-Chroniken aussprechen und hoffe, dass es genauso spannend und interessant weitergeht, wie im ersten Teil.

Fazit:
Cinderella im modernen Gewand.