496 Follower
92 Ich folge
kleeblattsbuecherblog

kleeblattsbuecherblog

ein langer Weg

The Walking Dead, Band 2: Ein langer Weg - Robert Kirkman, Charlie Adlard, Cliff Rathburn

Nach Shanes Tod macht sich die kleine Truppe rund um Rick Grimes auf, einen sicheren Ort zu suchen, an dem sie leben können. Dies stellt sich jedoch als äußerst schwierig heraus, da die Untoten ihnen jedes Mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Als Rick's Sohn Carl aus Versehen angeschossen wird, stellt sich als größtes Glück heraus, dass in der Nähe eine Farm ist, auf der Carl versorgt werden kann. Doch auch hier scheint nicht alles so perfekt zu sein, wie es scheint.

Während im ersten Teil der Schock über die ausgebrochene Zombieapokalypse im Vordergrund steht, geht es im zweiten Band schon eher um den menschlichen Teil. Neue Leute treffen auf die Truppe, neue Bekanntschaften werden geschlossen, es bilden sich Paare, von denen man nicht dachte, dass sie sich mögen.

Und dann ist da die Farm von Hershel Greene und seiner Familie. Äußerst nett, äußerst hilfsbereit, bis das Geheimnis herauskommt, dass sich hinter Scheunentüren verbirgt.

Ab diesem Zeitpunkt tun sich wieder die menschlichen Untiefen heraus. Was geht vor in den Köpfen der lebenden Menschen? Was denken sie, was in den Köpfen der Untoten vorgeht?

Es werden einige Fragen in den Raum gestellt und man macht sich selbst Gedanken: Was würde ich in dieser Situation tun?
Diese Frage stellt sich auch Simon Pegg, der das Nachwort zu dem Comic verfasst hat. Bekannt ist Simon Pegg unter anderem aus der Parodie „Shaun of the dead“. Er kennt sich also mit der Zombieapokalypse bestens aus.
Auch hier ist das Comic wieder im Grautönen gehalten und spiegelt damit auch wieder das triste Leben er Gruppe rund um den Polizisten Rick dar.

Rick bekommt eine größere und wichtigere Rolle zugesprochen. Alle vertrauen ihm, hören auf ihn und Rick versucht, für seine kleine Familie Sicherheit zu erreichen.

Immer wieder faszinierend ist es, dass das Augenmerk nicht auf den ach so blutrünstigen Beißern, Streunern oder Wanderern liegt, sondern auf den Überlebenden, den Schutzsuchenden. Sie finden sich mit der Situation ab, suchen ihren Trost in alltäglichen Kleinigkeiten und kümmern sich um diejenigen, die an allem zu zerbrechen drohen. Könnte dies im wirklichen Leben so funktionieren?

Die Comic-Serie hat etwas, das süchtig macht. Genau kann man dies nicht beschreiben. Es geht nicht um die Zombies, es geht um die Überlebenden, an die man sein Herz hängt.

Im Gegensatz zum ersten Band, zeigt sich hier Charlie Adlard für die Zeichnungen verantwortlich. Sein Stil ist anders als der von Tony Moore, der in „Gute alte Zeit“ die Zeichnungen vorgenommen hat.. Mir persönlich gefällt Charlie Adlards Stil etwas besser, da es sich hier um geradlinigere Zeichnungen handelt.

Fazit:
Spannend bis zum letzten Bild.