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kleeblattsbuecherblog

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Rasant mit mahnender Nachwirkung

Noah - Sebastian Fitzek

Noah wacht eines Tages mit einer Schusswunde in der Schulter in einem verlassenen U-Bahn-Tunnel auf und wird von einem Obdachlosen namens Oscar aufgenommen und gepflegt. Noah erinnert sich an nichts mehr, er weiß noch nicht einmal, ob er wirklich Noah heißt. Dieser Name ist jedoch in seine Handfläche eintätowiert. Durch einen Zeitungsartikel kommen ihm Erinnerungsfetzen in den Sinn und er macht sich auf die Suche nach seiner Herkunft. Als ein Auftragskiller versucht, Noah umzubringen, weiß er, dass er nach und nach die Puzzleteile zusammensetzen muss. Und was dabei herauskommt, bedroht nicht nur ihn, sondern die gesamte Bevölkerung der Welt.

Wo Fitzek drauf steht, ist auch Fitzek drin. So ist es auch wieder bei seinem neuesten Buch „Noah“. In rasantem Tempo wird man durch die Geschichte geleitet. Schlag auf Schlag geht es und man bekommt kaum Luft zum Atmen.
Dieses „Rasante“ hat mich das Buch auch geradezu verschlingen lassen, weil ich unbedingt wissen wollte, wer Noah ist und warum er sich an nichts mehr erinnern kann.

Die Erklärung dazu ist verblüffend und hat mich sehr überrascht.

Auch das Thema, dass Sebastian Fitzek sich ausgesucht hat, lässt einem nachdenklich werden. Denn die Überbevölkerung ist ein ziemliches Problem auf unserer Welt. Allerdings möchte ich jetzt nicht darüber philosophieren, was man anders machen kann und worauf man achten soll, sondern mich einfach dem Buch widmen.

Dieses Buch ist anders als die bisher Erschienenen von Sebastian Fitzek. Diesmal wird Fitzek international, lässt seinen Hauptprotagonisten das Land verlassen und flicht geschickt Stränge mit ein, die auf den ersten Blick keinen richtigen Sinn ergeben.

Erst am Ende kommt alles zusammen und gibt ein stimmiges, wenn auch sehr nachdenkliches Bild ab.

Das Fitzek das gleiche Thema „Überbevölkerung“ behandelt wie Dan Brown in seinem Roman „Inferno“ ist Zufall. Beide Manuskripte wurden fast zeitgleich abgegeben. Aber doch haben beide ein Thema angeschnitten, dass nicht unbeachtet bleiben sollte.

Der Schreibstil ist fesselnd und mahnend zugleich. Bis zur Hälfte des Buches war ich zwiegespalten, ob ich den Stilbruch des Autors übel nehmen soll oder einfach begeistert bin und mich fallen lasse.

Letzteres war dann der Fall und ich kann nur abschließend sagen, dass es sich Größtenteils um einen echten Fitzek handelt und er einfach nur internationaler geworden ist.

Fazit:
Rasante Spannung mit mahnender Wirkung.